Samstag, 3. Oktober 2009

City und Africans

Dienstag, 11.08.2009, den ersten Monat fernab der Heimat habe ich gut überstanden. Die letzte Woche stand eher im Zeichen regionaler Erkundungen und Erlebnisse, so stand beispielsweise am vergangenen Mittwoch ein Trip in die Aucklander City auf dem Programm. Nach anfaenglichen Orientierungs-schwierigkeiten wurde dann auch ein Parkplatz gefunden und bei herrlichem Sonnenschein ein Bummel durch den Albert-Park gemacht. Hier wurde ich auch eher unfreiwillig zum Komparsen in einer Dokumentation ueber das Vampirdasein einer jungen Neuseelaenderin. Aufgrund des kuriosen Themas und des doch etwas seltsamen Auftretens dieser jungen Dame habe ich die Dokumentation doch ein wenig aufgewertet! :) Im Anschluss an dieses Kuriositaetenkabinett folgte noch ein kleiner Abstecher zur Queensstreet. Zu meiner eigenen Enttaeuschung muss ich leider sagen, dass ich mir die Shoppingmoeglichkeiten hier etwas besser vorgestellt hatte. Die doch sehr stark befahrene Strasselaedt nicht wirklich zum gemuetlichen Schlendern ein. Da lob ich mir doch den Charme der Fussgaengerzonen wie man sie aus Deutschland kennt. Egal, ohne etwas gekauft zu haben ging es dann wieder zurueck ins doch etwas ueberschaulichere Albany.

Diese Woche bot mal abgesehen vom ueblichen Rhytmus noch ein weiteres Highlight. Auf dem Rueckweg von der Universitaet fielen Hinnerk und mir ein paar Fussballer auf, die im Licht des Flutlichts ihr Bestes gaben. Da sich der Platz direkt neben unserm Wohnheim befindet wurden kurzer Hand die Fussballsachen gepackt und einfach mal auf gut Glueck losmarschiert. Dort angekommen quatschten wir einen aelteren Herren, den wir fuer den Trainer hielten, einfach mal an, erklaerten wo wir herkommen und das wir Lust haben Fussball zu spielen. Der Mann stellte sich als sehr freundlich raus und erklaerte uns, dass er lediglich ein Jugendtrainer seie, jedoch eine andere Mannschaft im Anschluss Training hat und wir einfach ein paar Minuten warten sollen. Kurze Zeit spaeter kamen die andern Jungs dann auch, wir wurden vorgestellt und so namen wir direkt am Training teil, ein echter Glueckstreffer. Waehrend des Trainings wurden wir gefragt, was denn unser Plan fuer das kommende Wochenende sei und ob wir nicht Lust haetten direkt ein Spiel mit zu bestreiten. Naja, lange rede, kurzer Sinn, am darauffolgenden Samstag wurden erstmals die Fussballschuhe fuer einen neuseelaendischen Verein geschnuert, die Albany United Africans. Am Samstag wurden wir dann um 12Uhr eingesammelt und das erste Spiel stand an, direkt Auswaerts bei Norwest Reserves. Zu meiner Ueberraschung stand gleich ein Debut in der Startelf auf dem Programm. Ich trug das Trikot mit der Rueckennummer 97, "Harbuz". Nach kurzer eingewoehnung an das etwas rauhere Spiel hier drueben klappte es eigentlich ganz gut, wir gewannen das Spiel mit 4:2 und ich konnte mich direkt in die Torschuetzenliste eintragen, quasi ein perfekter Einstand.
Zusammenfassend gesagt bot die letzte Woche trotz keiner grossen Touren einiges an Abwechslung und durch die neue Fussballmannschaft kam auch wieder ein kleiner Hauch von Heimatgefuehl auf.

Samstag, 5. September 2009

North Harbour Rugby und Piha Beach

Montag, 03.08.2009, und wieder eine Woche ist ins Land gegangen. Zwar war diese nicht ganz so ereignisreiche wie die Vorige, aber ein bisschen was gesehen bzw. erlebt habe ich trotzdem. Mal abgesehen vom üblichen Rhytmus Vorlesung, Essen, Schlafen, Sport, usw., stand am Freitag wieder mal etwas neues auf dem Programm, der Besuch eines Rugby-League-Spieles im benachbarten North-Harbour-Stadium. Ein Ticket kostete für einen Studenten erschwingliche 5$ und dafür bekam man knapp zwei Stunden gute Unterhaltung. Aufgrund meines nicht vorhandenen Rugby-Regel-Wissens fasse ich mich lieber kurz und schildere die Dinge aus meiner Sicht. Bevor das eigentliche Spiel begann machte ich mich zunächst einmal mit dem Catering-Angebot vertraut und ich stellte zu meiner eigenen Überraschung fest, dass dieses doch sehr einem Fußballspiel in Deutschland erinnerte. So gab es vom obligatorischen Fast-Food, über Bier bis hin zum Eis eigentlich alles, was das Herz eines Rugby-Fans begehrt. Die Stimmung im Stadion war ok und da ich von den Regeln und dementsprechend auch von den taktischen Finessen nichts verstand, erfreute ich mich an gelegentlichen Tacklings und Kicks. In einem regelrechten Herzschlag-Finish bezwang North Harbour vor heimischer Kulisse Canterbury mit 22-19.

Am nächsten Tag stand wieder eine kleine Etappe auf dem Programm. Ziel dieses mal war Piha-Beach, ein bei Surfern beliebter Strand ca. eine Autostunde südöstlich von Auckland. Gegen 11Uhr erreichten wir unser Ziel und machten uns auf zur Erkundung des Lion-Rock. Dieser kleine Berg direkt am/im Meer ähnelt aus der Ferne einem liegenden Löwen, daher auch der Name. Früher diente er den Maori als Verteidigungsstätte gegen Angriffe befeindeter Stämme. Vom Lion Rock aus eröffnet sich eine wunderschöne Aussicht über den Nord- und Südstrand Pihas. Zurück auf Strandebene musste die Kulisse und die Weite genutzt werden um eine kleine Runde Beachsoccer zu spielen. Angesichts des zwar schönen aber kalten Wetters die eindeutig bessere Variante zum Schwimmen! :) Auf dem Rückweg wurde noch ein kleiner Stop in einem netten kleinen Café eingelegt und ein kleiner Snack gegessen.

Für den Abend hatten wir ( Annika, Eric, Janina, Hinnerk und ich ) beschlossen gemeinsam zu kochen. Nun gut, wie sich im Nachhinein herausstellte war mein Geschmack leider nicht ganz getroffen, es gab Muscheln. Jedoch bin ich jetzt wieder um eine Erfahrung reicher und kann in Zukunft wenigstens sagen, dass ich es wenigstens mal getestet habe, ist doch auch was feines!:D Jetzt steht gleich wieder Uni auf dem Programm, welches von mir natürlich erfodert "always be well prepared" zu sein, deswegen will ich das jetzt mal lieber machen. :)

Mittwoch, 26. August 2009

Leigh, Mangwhai, Whangarei, ...

Dienstag, 28.07.2009. "Wenn jemand eine Reise macht, hat er was zu erzählen!", so auch hier. :) Am letzten Freitag stand die erste Tour mit Übernachtung auf dem Programm. Ziel der Reise war Whangarei. Whangarei liegt ca. 2 Autostunden nordöstlich von Auckland, wenn man den direkten Weg nimmt!;) Wir haben uns jedoch für ein paar kleine mehr oder minder spontane Zwischenstopps auf unserer Reise entschieden. Wie sich im Nachhinein sagen lässt, eine sehr gute Entscheidung. Erster Stop auf der Tour war Leigh, oder besser gesagt, der Strand nördlich davon. In Leigh ist das Goat Island Marine Reserve zu Hause, viele teils seltene Fischarten sind in diesem Reserve noch heimisch. Goat Island ist wie der Name schon sagt ein Insel. Auch diese ist ein Naturschutzgebiet und kann per Boot angesteuert werden. Mir war jedoch nur ein Blick aus der Ferne gewährt, was ich angesichts des doch etwas stärkeren Wellengangs auch bevorzugt habe... Ein kilometerlanger, flach abfallender Sandstrand rundete das Bild ab. Während ich mein mitgenommenes Frühstück genoss und aufs Meer hinausblickte entdeckte ich am Horizont auf einmal ein größeres Geschöpf. Ich bin der festen Überzeugung an diesem Morgen den ersten Wal meines Lebens gesehen zu haben. Leider war dieser Moment nur von kurzer Dauer, da der Wal kurze Zeit später hinter der Goat Island verschwand!

Weiter ging die Tour über enge Serpentinen durch die wunderschöne Mittelgebirgslandschaft, wohl bemerkt alles auf unbefestigen Schotterwegen, in Deutschland auch gerne als Feldwege bezeichnet, nur breiter. :) Hier wurde mir erstmals auch klar, dass ich ein völlig falsches Bild von der Nordinsel Neuseelands hatte. In meiner naiven Vorstellung bestand die Nordinsel nur aus flachem Weideland und unzähligen Schafen. Aber nun ja, da wurde ich eines Besseren belehrt und angesichts dieser Anblicke habe ich mich auch gerne belehren lassen.

Nächstes Ziel der Reise war schließlich Mangawhai und der sich dort befindliche Mangawhai Walkway. Wie sich bereits aufgrund des Namens erahnen lässt stand Wandern auf dem Programm. Der Lonely Planet Reisführer versprach auf dem Walkway einen atemberauben Blick über die Küste. Er sollte Recht behalten. Die unzähligen Stufen hinauf auf die Berge verleiteten einen zwar zum Fluchen doch angesichts dieses Ausblicks hat sich der Auftstieg absolut gelohnt! Nach gut einderthalbstündiger Wanderung begaben wir uns dann wieder auf den Rückweg. Hierzu möchte ich noch erwähnen dass eigtl. nach jeder Kurve oder kleinen Erhöhung wieder die Digicam gezückt wurde, denn die Perspektive könnte ja noch schöner sein als die Vorige!

Angesichts der Wanderung und der nun doch schon etwas vorangeschrittenen Tageszeit beschlossen wir nun auf direktem Wege weiter nach Whangarei in das dortige YHA-Hostel zu fahren. Nach einer kurzen Dusche und einem kleinen Snack trafen wir uns zur Besprechung der weiteren Abendplanung in der Küche des Hostels. Hierzu möchte ich gern noch sagen, dass ein Hostel in Neuseeland absolut nicht vergleichbar ist mit einer Jugendherberge in Deutschland. Es ist weitaus preisgünstiger, dafür jedoch sauberer, besser eingerichtet und auf selbstverpflegung ausgelegt, sprich mit großer Küche und Sitzgelegenheiten für müde Backpacker. (Dieses soll kein Angriff auf deutsche Jugendherbergen sein und spiegelt nur meine eigene Meinung und Erfahrungen wieder!;) ). Wie dem auch sei, jedenfalls beschlossen wir das in Whangarei ansässige deutsche Brauhaus Frings zu besuchen. Das erste, nach deutschen Reinheitsgebot gebraute, Bier seit Wochen, nicht übel aber auch nichts besonderes! :) Am späteren Abend führte uns unser Weg noch in einen kleinen Pub mit Livemusik. Eine Band mittleren Alters sorgte für gute Stimmung im Publikum mit breit gefächerter Altersstruktur. Der Sänger, ein langhaariges Unikum, bestimmt knapp 2,00m groß und von imposanter Erscheinung, gab unterstützt von einer vier-Mann-Band sein Können zum Besten. Ich weiß jetzt nicht mehr genau ob's am Alkohol, seiner Erscheinung oder der allgemein guten Stimmung lag, jedenfalls fand ich es großartig! Zurück im Hostel, hielt ich glaub ich die Hälfte der Nacht meine Zimmerkollegen im sechser Dorm mit meiner Husterei vom Schlafen ab, was ich nämlich bis jetzt noch garnicht erwähnt habe, zu dem Zeitpunkt hatte ich eine furchtbare Erkältung. Und wie Männer nunmal so sind, so etwas muss kundgegeben werden und jeder vom eigenen Leid in Kenntnis gesetzt werden. Dieser Punkt der Tagesordung wäre hiermit abgehakt!;)

Am nächsten Morgen gings dann weiter, im großen Bogen erst in Richtung Norden, den State Highway1 entlang, bis kurz vor Pahia. Hier wechselten wir auf den State Highway 12 gen Westen um das Landesinnere zu durchqueren. Ziel war der Waipoua Forest. Auf dem Weg dorthin machten wir einen spontanen Stop in der Bucht von Omapere. Was soll ich groß schreiben, eine solche Schönheit lässt sich kaum in Worte fassen, einfach nur sagenhaft!

Nach einer guten halben Stunde ging es jedoch weiter in Richtung des eigentlichen Zieles. Es ist wirklich kaum zu glauben, eben noch wunderschöne Badestrände, nun tiefster Dschungel, dazwischen liegen gut 5Minuten. Im Waipoua Forest angekommen machten wir uns auf den Weg die imposanten Kauri Bäume zu betrachten. Es fällt mir schwer das zu sagen, aber eine Deutsche Eiche ist nichts dagegen. Ein Stamm von mehr als fünf Metern Durchmesser ist dann doch eine andere Liga! Ohne jetzt sentimental werden zu wollen, aber ein mehr als 2000 Jahre alter Baum mit diesen Ausmaßen hinterlässt Eindruck, es ist nur wirklich traurig, dass es nicht mehr viele Bäume dieser Größenordnung gibt. Aufgrund ihrer Mächtigkeit wurden die Bäume von den Siedlern gern zum Bau von Booten benutzt, wobei sich mir die Frage aufdrängt, wie lange ein Mann wohl mit einer einfachen Axt benötigte, um ein solches Exemplar zu fällen...

Mit diesen Impressionen im Kopf ging es dann auch schon wieder in Richtung Heimat. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich in diesen zwei Tagen wirklich atemberaubende Sachen gesehen habe, die mir noch lange in positiver Erinnerung bleiben werden. Soweit erstmal, ich habe fertig für heute!

Montag, 24. August 2009

Erste Erkundungen

Donnerstag, 23.07.2009, Albany. Ich gehe meinen Weg. Eine ereignisreiche Woche mit einigen Höhepunkten liegt hinter mir. Fange ich mal von vorne an. Heute vor einer Woche hatte ich meine erste Vorlesung Project Management, scheint als hätte ich die richtige Wahl getroffen, die Inhalte klingen sehr interessant und decken sich mit meinen Hoffnungen über die Inhalte dieses Kurses. Ein fader Beigeschmack bleibt jedoch, es scheint einiges an Arbeit auf mich zuzukommen, aber nun ja, deswegen bin ich ja hauptsächlich hier, um zu studieren und schließlich habe ich mir den Kurs freiwillig ausgesucht, da muss ich wohl durch! Aufgrund dieses Kurses habe ich leider den alljährlichen Pub Crawl verpasst, der fand genau an diesem Donnerstag statt. Aus Frust nicht daran teilnehmen zu können habe ich jedoch beschlossen, mich im Anschluss an meine Vorlesung mit den ortsansässigen Fast-Food-Anbietern zu befassen. Gesagt, getan! :) Und um auch die positiven Aspekte der nicht-Teilnahme hervorzuheben, ich hatte am Freitag keinen hangover und war fit! Am Samstag fand ein kleines Meeting statt, eine größere Entscheidung stand bevor. Wie sich in einigen Gesprächen über Ziele, geplante Reisen sowie allgemeine Wünsche herauskristallisierte, bestand nicht nur bei mir der Wunsch auch hier wieder ein wenig mobiler zu werden. So kamen wir, das sind Janina, Annika, Hinnerk, Eric und ich, zu dem Entschluss, uns gemeinsam ein Auto zu kaufen. Nach dem Abwägen der Vor- und Nachteile erschien uns diese Lösung als die finanziell Vertretbarste, und da wir sozusagen alle Nachbarn sind sollte auch die Kommunikation keine Schwierigkeit darstellen. So war die Entscheidung gefällt und wir machten uns am Sonntag um 7Uhr auf den Weg zum Ellerslie Car Market am anderen Ende der Stadt. Nach einigen, teilweise sehr zähen Verhandlungen haben wir uns entschieden. Ein Traum in Bordeaux, guter Zustand, km-Leistung im von uns gesteckten Rahmen, Baujahr ok, kurz gesagt, alles tutti! Auch die Probefahrt offenbarte keine unangenehmen Überraschungen, im Gegenteil. Das Ehepaar mittleren Alters kam uns preislich sogar noch mehr entgegen, als wir eigentlich gehofft hatten. So stand nur noch der Check eines Mechanikers zwischen uns und dem roten Blitz! Um es kurz zu machen, der Mechaniker bestätigte zu unserem Glück den guten Zustand des Autos und so schlugen wir zu.

Am Montag war wieder Vorlesung angesagt, zum ersten Mal bei Herrn Prof. Dr. Küpers, unserm deutschen Prof. Ein sehr sympatischer Typ, der mich jedoch auf Grund seiner Gestik und Mimik ein wenig an Peet Klocke erinnert. Die wichtigste Erkenntnis aus dieser Vorlesung: "Always be well prepared!".
Am Dienstag machten wir uns auf den Weg gen Norden, endlich mal das Meer sehen. So führte uns unser Weg nach Whangaparaoa, einer Landzunge im Nordosten von Auckland. Hier habe ich einen ersten kleinen Eindruck von der Schönheit Neuseelands erhalten. Schöne Ausblicke auf das Meer, teilweise steile Buchten oder Felsen sowie lange Sandstrände ergaben sehr schöne Panoramen.
Zusammenfassend gesagt ein gelungener Tagestrip der Lust auf mehr gemacht hat.

Am Mittwoch hatte ich auch die Gelegenheit das erste mal ein wenig in Neuseeland zu kicken. Gemeinsam mit Hinnerk spielte ich beim Uni-Fußball mit. Nach anfänglicher Eingewöhung an die doch sehr eingeschworene Gemeinschaft klappte es dann aber ganz gut und es war ein schöner Fußballabend. Denke das wird jetzt zu einem festen Termin unterhalb der Woche.

Vom Erkundungsfieber der ersten kleinen Tour erfasst, machten wir uns heute auf den Weg ins Stadtgebiet von Auckland. Auf dem Programm standen Mt. Eden und One Tree Hill. Nach dem stürmen des Gipfels des ehemaligen Vulkanes Mt. Eden bot sich ein faszinierender Ausblick über Auckland. Die Skyline, im Hintergrund das Meer, schön. Auch der Krater des Mt. Eden war sehr beeindruckend, allein die Vortellung in einen Vulkankrater zu blicken, ein neues Erlebnis. Weiter gings zu dem von U2 in einem Song besungenen One Tree Hill. Dieser bildet den Mittelpunkt des Cornwall Parks. Eine grüne Oase der Erholung inmitten von Auckland. Auch hier boten sich faszinierende Aussichten über Auckland. An den Hängen des One Tree Hill grasten Schafe, ein typisches Bild für Neuseeland, zumindest laut Hörensagen. Ein Versuch eines der besagten Schafe zu fangen scheiterte jedoch an der Scheuheit der Tiere, die wohl auch die Absichten nerviger Touristen mittlerweile kennen. :)
Jetzt wartet gleich wieder die Vorlesung in Project Management auf mich. Für das Wochenende ist auch der erste mehrtägige Trip geplant, Ziel noch unbekannt, Artikel folgt jedoch!

Langsam angekommen

Wir schreiben Mittwoch den 15. 07.2009, die erste Woche in der neuen Heimat ist vorbei, Zeit für ein kleines weiteres Resumé. Die Wohnungssuche war erfolgreich, gestern bin ich umgezogen. Meine neue Heimat ist das Millenium Village, eine Student-Accomodation unweit vom Campus. Student-Accomodation? Aber wer jetzt an den "alt-modernen" Geschoss-wohnungs-bau in größeren deutschen Uni-Städten denkt, der irrt. Wie der Name schon sagt, ist das Studentenwohnheim in der Art eines kleinen Dorfes angelegt, eine niedliche kleine Reihenhaussiedlung. Jede "Flat" bietet auf zwei Etagen Platz für vier Personen. Im oberen Geschoss befinden sich die Badezimmer (zwei Stück an der Zahl, jeweils mit Dusche und WC) und die vier Individualräume, im Erdgeschoss die gemeinsame Küche, der Wohn- und Essbereich, eine Gästetoilette sowie eine Waschnische, kurz und zusammenfassend gesagt, schön hier! :)

Nach nunmehr knapp einwöchiger Testphase einer Synthetik-Bettdecke und eines Synthetik-Kopfkissens habe ich mich entschlossen, mir in meiner neuen Casa ein Federbett sowie Ferderkissen zu gönnen, ein Luxus der in Deutschland oftmals als Standard angesehen wird.. Wie dem auch sei, ehe ich mich noch darin verliere über meine weiteren Neuanschaffungen zu schwafeln, wie zum Beispiel meine neue Fleecejacke, ein Geschenk des Himmels und meine beste Anschaffung der letzten Jahre (etwas Übertreibung ist vielleicht dabei, aber naja, wer ein paar Mal richtig gefroren hat der versteht's vielleicht..), will ich mal lieber mit ein paar anderen Dingen fortfahren. Ich wohne jetzt mit drei Kiwis zusammen, Zac, Blake und Thomas, alle drei Farmer und gut drauf, Glück gehabt!

Am Montag war außerdem meine erste Vorlesung, Organisation and Management, und Obacht, ein deutscher Prof.! Leider war Dieser am ersten Tag nicht persönlich vor Ort und wurde von einem neuseeländischen Kollegen vertreten, was der guten Stimmung aber nicht hinderlich war. So wurden Kommilitonen die noch Schwierigkeiten mit dem Lesen der Uhrzeit und dementsprechend auch dem pünktlichen Erscheinen zur Vorlesung hatten stets mit schallendem Beifall begrüßt. In Deutschland ist mir diese Ehre leider nie zu Teil geworden, schade eigentlich..:) Heute habe ich dann auch direkt auf mein Gewissen gehört und an einem Kurs zum wissenschaftlichen Erstellen von Abschlussarbeiten und Doktorarbeiten teilgenommen, na gut, war ein Versehen, ich hatte mich im Raum vertan, war jedoch trotzdem informativ und interessant, man weiß ja nie wofür's noch gut ist! Eigtl. wollte ich zu einer Veranstaltung zum allgemeinen wissenschaftlichen Arbeiten, aber wie mir im Nachhinein aus zuverlässiger Quelle zugetragen wurde, habe ich da wirklich nichts verpasst, also alles richtig gemacht! Wie heißt es so schön, das Glück ist mit den Tüchtigen, in diesem Fall wurde der Wille belohnt.:)

Am Wochenende habe auch den ersten Grundstein in Richtung sportlicher Karriere gelegt und mich im Recreation Center angemeldet, ich denke so langsam sind alle Voraussetzungen
für einen erfolgreichen Aufenthalt geschaffen und ich bin für kommende Aufgaben gewappment. Morgen geht's auch direkt weiter im Takt, die zweite Vorlesung wartet, Project Management, ich hoffe mein Eindruck bleibt so positiv. In diesem Sinne genug für heute.

Kia ora koutou kata

Dienstag, 11. August 2009

Anreise und erste Eindrücke

Montag, 06.07.2009 in Frankfurt, meine Armbanduhr zeigt 22:20uhr, Emirates Flug EK 48 wartet auf die Startfreigabe. An Bord ich, möge die Reise beginnen... Tausend Gedanken schießen mir durch den Kopf, was erwartet mich in diesem neuen Lebensabschnitt, komme ich mit der Sprache zurecht, wann gibt´s eigentlich Essen??? Egal, jetzt heißt es: good by Frankfurt, good bye Deutschland, good bye Heimat, wird schon klappen! 22:32uhr, Start ist erfolgt, endlich geht es los. Neben mir vertraute Gesichter, Annika und Janina, jeweils unterwegs in gleicher Mission. Nächster Stop, Dubai International Airport. So langsam legt sich die Aufregung und die Vorfreude überwiegt, ein guter Anlass erstmal ein Glas Wein zu trinken. Der gut sechstündige Flug vergeht in windeseile. Beim Verlassen des Fliegers in Dubai die erste unangenehme Überraschung. Die Sonne knallt bereits um kurz vor 7uhr als wenn es kein Morgen gäbe, gefühlte 40°C, doch die Frisur sitzt. Drei Stunden aufenthalt, dann geht´s weiter. Ich beschließe erstmal ein kleines Frühstück zu mir zu nehmen, muss dann jedoch enttäuscht feststellen keine Dirham mitgenommen zu haben, egal, gibt ja im nächsten Flieger wieder was! Der gut 20-stündige Flug nach Auckland erfolgt im geregelten Rhytmus, ein Filmchen schaun, essen, schlafen, wieder ein Filmchen, essen, schlafen, usw.. Hierzu nochmal ein Lob an den Emirates Küchenchef, gut gemacht! Kurz vor 14Uhr, eine Lautsprecherdurchsage reißt mich aus dem Halbschlaf: "Bitte bringen Sie Ihre Rückenlehnen in eine aufrechte Position, klappen Sie Ihre Tische hoch und schnallen Sie sich an, wir landen in kürze!" Nach dem Landen ab zu den Gepäckbändern. Ein Koffer, zwei Koffer, nanu, wo ist das Sperrgepäck? Nach kurzer aber erfolgreicher Orientierung habe ich alles beisammen und es kann losgehen. Nach dem Verlassen des Duty-Free Bereichs werden wir bereits von Micheal erwartet, dieser stellt sich jedoch als normaler Taxifahrer raus, aber angesichts des doch ausreichend vorhandenen Gepäcks nun auch egal. Nach gut 45minütiger Fahrt kommen wir im Unihouse an, der ersten Bleibe in der neuen Heimat. Was soll ich sagen, Unihouse... Auf jeden Fall eine neue Erfahrung in meinem Leben! Egal, zum schlafen für die ersten Nächte reicht´s. Am ersten Tag muss natürlich auch noch ein Blick auf die Uni geworfen werden, gesagt, getan! Die Massey stellt sich als idyllisch gelegen heraus, in mitten einer Anhöhe, direkt hinter einem bewaldeten Hügel. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich jedoch nocht nicht, dass ich den besagten Hügel in naher Zukunft und mehrmaligemtäglichen Überschreiten noch verfluchen würde.. Leider beschränken sich die Eindrücke der ersten Tage hauptsächlich auf den doch sehr schönen, aber anstrengen Weg zur Uni und den ersten formellen Angelegenheiten. Welcome-Morning für die neuen Studenten, Vorstellung der verschiedenen Associations, etc. Hier möchte ich jedoch nicht den alltäglichen Sausage-Sizzle auf dem Campus verschweigen, dieser hat mich die ersten Tage gut versorgt. In den nächsten Tagen steht noch einiges auf dem Programm, die Suche einer neuen Wohnung, Anschaffung eines neuseeländischen Mobiltelefones, Anmeldung im Recreation Centre, etc... Soweit erstmal für's Erste, der Schlafmangel fordert seinen Tribut, in diesem Sinne...