Montag, 24. August 2009

Erste Erkundungen

Donnerstag, 23.07.2009, Albany. Ich gehe meinen Weg. Eine ereignisreiche Woche mit einigen Höhepunkten liegt hinter mir. Fange ich mal von vorne an. Heute vor einer Woche hatte ich meine erste Vorlesung Project Management, scheint als hätte ich die richtige Wahl getroffen, die Inhalte klingen sehr interessant und decken sich mit meinen Hoffnungen über die Inhalte dieses Kurses. Ein fader Beigeschmack bleibt jedoch, es scheint einiges an Arbeit auf mich zuzukommen, aber nun ja, deswegen bin ich ja hauptsächlich hier, um zu studieren und schließlich habe ich mir den Kurs freiwillig ausgesucht, da muss ich wohl durch! Aufgrund dieses Kurses habe ich leider den alljährlichen Pub Crawl verpasst, der fand genau an diesem Donnerstag statt. Aus Frust nicht daran teilnehmen zu können habe ich jedoch beschlossen, mich im Anschluss an meine Vorlesung mit den ortsansässigen Fast-Food-Anbietern zu befassen. Gesagt, getan! :) Und um auch die positiven Aspekte der nicht-Teilnahme hervorzuheben, ich hatte am Freitag keinen hangover und war fit! Am Samstag fand ein kleines Meeting statt, eine größere Entscheidung stand bevor. Wie sich in einigen Gesprächen über Ziele, geplante Reisen sowie allgemeine Wünsche herauskristallisierte, bestand nicht nur bei mir der Wunsch auch hier wieder ein wenig mobiler zu werden. So kamen wir, das sind Janina, Annika, Hinnerk, Eric und ich, zu dem Entschluss, uns gemeinsam ein Auto zu kaufen. Nach dem Abwägen der Vor- und Nachteile erschien uns diese Lösung als die finanziell Vertretbarste, und da wir sozusagen alle Nachbarn sind sollte auch die Kommunikation keine Schwierigkeit darstellen. So war die Entscheidung gefällt und wir machten uns am Sonntag um 7Uhr auf den Weg zum Ellerslie Car Market am anderen Ende der Stadt. Nach einigen, teilweise sehr zähen Verhandlungen haben wir uns entschieden. Ein Traum in Bordeaux, guter Zustand, km-Leistung im von uns gesteckten Rahmen, Baujahr ok, kurz gesagt, alles tutti! Auch die Probefahrt offenbarte keine unangenehmen Überraschungen, im Gegenteil. Das Ehepaar mittleren Alters kam uns preislich sogar noch mehr entgegen, als wir eigentlich gehofft hatten. So stand nur noch der Check eines Mechanikers zwischen uns und dem roten Blitz! Um es kurz zu machen, der Mechaniker bestätigte zu unserem Glück den guten Zustand des Autos und so schlugen wir zu.

Am Montag war wieder Vorlesung angesagt, zum ersten Mal bei Herrn Prof. Dr. Küpers, unserm deutschen Prof. Ein sehr sympatischer Typ, der mich jedoch auf Grund seiner Gestik und Mimik ein wenig an Peet Klocke erinnert. Die wichtigste Erkenntnis aus dieser Vorlesung: "Always be well prepared!".
Am Dienstag machten wir uns auf den Weg gen Norden, endlich mal das Meer sehen. So führte uns unser Weg nach Whangaparaoa, einer Landzunge im Nordosten von Auckland. Hier habe ich einen ersten kleinen Eindruck von der Schönheit Neuseelands erhalten. Schöne Ausblicke auf das Meer, teilweise steile Buchten oder Felsen sowie lange Sandstrände ergaben sehr schöne Panoramen.
Zusammenfassend gesagt ein gelungener Tagestrip der Lust auf mehr gemacht hat.

Am Mittwoch hatte ich auch die Gelegenheit das erste mal ein wenig in Neuseeland zu kicken. Gemeinsam mit Hinnerk spielte ich beim Uni-Fußball mit. Nach anfänglicher Eingewöhung an die doch sehr eingeschworene Gemeinschaft klappte es dann aber ganz gut und es war ein schöner Fußballabend. Denke das wird jetzt zu einem festen Termin unterhalb der Woche.

Vom Erkundungsfieber der ersten kleinen Tour erfasst, machten wir uns heute auf den Weg ins Stadtgebiet von Auckland. Auf dem Programm standen Mt. Eden und One Tree Hill. Nach dem stürmen des Gipfels des ehemaligen Vulkanes Mt. Eden bot sich ein faszinierender Ausblick über Auckland. Die Skyline, im Hintergrund das Meer, schön. Auch der Krater des Mt. Eden war sehr beeindruckend, allein die Vortellung in einen Vulkankrater zu blicken, ein neues Erlebnis. Weiter gings zu dem von U2 in einem Song besungenen One Tree Hill. Dieser bildet den Mittelpunkt des Cornwall Parks. Eine grüne Oase der Erholung inmitten von Auckland. Auch hier boten sich faszinierende Aussichten über Auckland. An den Hängen des One Tree Hill grasten Schafe, ein typisches Bild für Neuseeland, zumindest laut Hörensagen. Ein Versuch eines der besagten Schafe zu fangen scheiterte jedoch an der Scheuheit der Tiere, die wohl auch die Absichten nerviger Touristen mittlerweile kennen. :)
Jetzt wartet gleich wieder die Vorlesung in Project Management auf mich. Für das Wochenende ist auch der erste mehrtägige Trip geplant, Ziel noch unbekannt, Artikel folgt jedoch!

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