Montag, 24. August 2009

Langsam angekommen

Wir schreiben Mittwoch den 15. 07.2009, die erste Woche in der neuen Heimat ist vorbei, Zeit für ein kleines weiteres Resumé. Die Wohnungssuche war erfolgreich, gestern bin ich umgezogen. Meine neue Heimat ist das Millenium Village, eine Student-Accomodation unweit vom Campus. Student-Accomodation? Aber wer jetzt an den "alt-modernen" Geschoss-wohnungs-bau in größeren deutschen Uni-Städten denkt, der irrt. Wie der Name schon sagt, ist das Studentenwohnheim in der Art eines kleinen Dorfes angelegt, eine niedliche kleine Reihenhaussiedlung. Jede "Flat" bietet auf zwei Etagen Platz für vier Personen. Im oberen Geschoss befinden sich die Badezimmer (zwei Stück an der Zahl, jeweils mit Dusche und WC) und die vier Individualräume, im Erdgeschoss die gemeinsame Küche, der Wohn- und Essbereich, eine Gästetoilette sowie eine Waschnische, kurz und zusammenfassend gesagt, schön hier! :)

Nach nunmehr knapp einwöchiger Testphase einer Synthetik-Bettdecke und eines Synthetik-Kopfkissens habe ich mich entschlossen, mir in meiner neuen Casa ein Federbett sowie Ferderkissen zu gönnen, ein Luxus der in Deutschland oftmals als Standard angesehen wird.. Wie dem auch sei, ehe ich mich noch darin verliere über meine weiteren Neuanschaffungen zu schwafeln, wie zum Beispiel meine neue Fleecejacke, ein Geschenk des Himmels und meine beste Anschaffung der letzten Jahre (etwas Übertreibung ist vielleicht dabei, aber naja, wer ein paar Mal richtig gefroren hat der versteht's vielleicht..), will ich mal lieber mit ein paar anderen Dingen fortfahren. Ich wohne jetzt mit drei Kiwis zusammen, Zac, Blake und Thomas, alle drei Farmer und gut drauf, Glück gehabt!

Am Montag war außerdem meine erste Vorlesung, Organisation and Management, und Obacht, ein deutscher Prof.! Leider war Dieser am ersten Tag nicht persönlich vor Ort und wurde von einem neuseeländischen Kollegen vertreten, was der guten Stimmung aber nicht hinderlich war. So wurden Kommilitonen die noch Schwierigkeiten mit dem Lesen der Uhrzeit und dementsprechend auch dem pünktlichen Erscheinen zur Vorlesung hatten stets mit schallendem Beifall begrüßt. In Deutschland ist mir diese Ehre leider nie zu Teil geworden, schade eigentlich..:) Heute habe ich dann auch direkt auf mein Gewissen gehört und an einem Kurs zum wissenschaftlichen Erstellen von Abschlussarbeiten und Doktorarbeiten teilgenommen, na gut, war ein Versehen, ich hatte mich im Raum vertan, war jedoch trotzdem informativ und interessant, man weiß ja nie wofür's noch gut ist! Eigtl. wollte ich zu einer Veranstaltung zum allgemeinen wissenschaftlichen Arbeiten, aber wie mir im Nachhinein aus zuverlässiger Quelle zugetragen wurde, habe ich da wirklich nichts verpasst, also alles richtig gemacht! Wie heißt es so schön, das Glück ist mit den Tüchtigen, in diesem Fall wurde der Wille belohnt.:)

Am Wochenende habe auch den ersten Grundstein in Richtung sportlicher Karriere gelegt und mich im Recreation Center angemeldet, ich denke so langsam sind alle Voraussetzungen
für einen erfolgreichen Aufenthalt geschaffen und ich bin für kommende Aufgaben gewappment. Morgen geht's auch direkt weiter im Takt, die zweite Vorlesung wartet, Project Management, ich hoffe mein Eindruck bleibt so positiv. In diesem Sinne genug für heute.

Kia ora koutou kata

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